Präsident des BfV Hermann Schrübbers war Staatsanwalt im Dritten Reich

Wenige Monate vor der Bundestagswahl wird bekannt, daß der Präsident des BfV, Hermann Schrübbers, im Dritten Reich Ankläger für politische Strafsachen gewesen ist. „Ich kann nichts Un­sittliches an diesem Tatbestand als solchen finden,“ so Schrübbers im Spiegel, „denn im Gerichtsgefäng­nis waren die gut aufgehoben und der Gestapo entzogen und deshalb konnte man das durchaus mit sei­nem Gewissen vereinbaren.“

Schrübbers wurde daraufhin vor seiner Pensionierung im November in den Ruhestand versetzt. Das Braunbuch, Staatsverlag der DDR, hatte bereits 1968 auf seine Ver­gangenheit in der NS-Justiz hingewiesen. (Der Spiegel Nr. 5, S. 26, 1972)

 Dieser Chronik-Eintrag wurde der Zeitschrift CILIP – Bürgerrechte und Polizei Nr. 28 (Heft 3/1987) entnommen. Mit herzlichem Dank an die Herausgeber.

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